Erfrischender Begrüßungsgottesdienst für Pfarrer Maik Hildebrandt

Veröffentlicht am Mo., 10. Dez. 2018 11:14 Uhr
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Das gibt es nicht so oft bei einem Gottesdienst in Sonnewalde: Jeder bekommt am Eingang ein Stück Brot gereicht. Konfirmanden aus den evangelischen Kirchengemeinden in und um Sonnewalde begrüßen am Sonntag die freudig überraschten Gäste mit einer Kostprobe ihres selbstgebackenen Brotes. Auch der neue Pfarrer Maik Hildebrandt, der heute offizielle empfangen werden soll, genießt nicht nur den köstlichen Gruß sichtlich, sondern auch die lockere Atmosphäre zu Beginn seines ersten Gottesdienstes in Sonnewalde. Die Antwort auf die Frage, was es mit dem Brot auf sich hat, blieb nicht lange aus. Emma, Tim, Lukas und den anderen „Konfis“ führten Regie in dem Gottesdienst, der unter dem Motto „5000 Brote – Brot für die Welt“ gefeiert wurde. Das Titelmotto nimmt Bezug auf die biblische Geschichte von der Speisung der Fünftausend. Die Jugendlichen legten bei der Bäckerei Bubner in Doberlug-Kirchhain selbst Hand an und buken mehr als 100 Brote. Dabei beschäftigen sie sich auch mit Fragen der Gerechtigkeit und Lebenswirklichkeit von Gleichaltrigen in anderen Teilen der Welt. Während der Eingangsmusik, gespielt von Rico Schulze an der Orgel, türmten sie ihre liebevoll verzierten Brote im Altarraum auf. Das Ziel: am Ende des Gottesdienstes sollen möglichst viele über die „Ladentheke“ gehen, alles für einen guten Zweck. In diesem Jahr wurde für Bildungsprojekte in El Salvador, Äthiopien und Indien gesammelt. In gewisser Weise griff Maik Hildebrandt in seiner Predigt die Frage nach mehr Gerechtigkeit auf. Mit Blick auf die Menschen, die weltweit sich auf der Flucht befinden, fragt er nach dem Heil, das im Bibeltext im Buch Jesaja versprochen wird. Zuvor gab es die offizielle Begrüßung und Segnung durch Superintendent Thomas Köhler. „Wir sind froh, dass Sie nach einem Jahr Vakanz zu uns gekommen sind. Ihre Aufgabe ist es, Gottes Wort in die Lebenswirklichkeit der Menschen zu sprechen. Bei all Ihrem Tun sind sie nicht allein. Mit Ihnen sind Menschen, die bereit sind, zusammenzuarbeiten. Wir hoffen, dass Sie bei uns getröstet und zufrieden leben können, hier Heimat finden“, sagte er vor den etwa 100 Besuchern. 

Über einen farbenfrohen Blumenstrauß freute sich Pfarrerin Müller-Lindner, den sie von Thomas Bubner, dem Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, überreicht bekam. Sie hat im vergangenen Jahr die Vertretung inne. Nach einem Brot-Quiz, bei dem die Sonnewalder fundierte Kenntnisse über Getreide, Anbau und Brotherstellung bewiesen, und einem beeindruckenden Rap-Gebet von Yannik Walter aus Münchhausen, stimmten am Ende Posaunenchor und Gemeinde in das Lied „Wenn das Brot, das wir teilen“ ein. Beim anschließenden Kaffeetrinken gingen der neue Pfarrer und seine Gemeinde auf Tuchfühlung.    

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