Kandidaten für die Nachfolge von Bischof Dr. Markus Dröge stellen sich vor

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Veröffentlicht am Do., 13. Dez. 2018 12:52 Uhr
Aktuelles

Wahl des Nachfolgers / der Nachfolgerin für Anfang April 2019 geplant

 
Für die Nachfolge von Bischof Dr. Markus Dröge, dessen Amtszeit im November 2019 endet, präsentiert das Bischofswahlkollegium unter der Leitung von Präses Sigrun Neuwerth eine Theologin und zwei Theologen zur Wahl:
 
Prof. Dr. Jochen Arnold wurde 1967 in Marbach/Neckar geboren. Ab 1989 studierte er Evangelische Theologie an der Universität Tübingen und an der reformierten Facoltà Valdese in Rom. Von 1992 bis 1998 studierte Jochen Arnold zusätzlich  Evangelische Kirchenmusik an der Musikhochschule in Stuttgart, das er mit dem A-Examen abschloss. Nach dem Vikariat an der Marienkirche Reutlingen wurde er zum evangelischen Pfarrer in Württemberg ordiniert. Es folgte eine Lehrtätigkeit in der Vikarsausbildung am Pfarrseminar der Evangelischen Landeskirche Württemberg sowie 2003 die Promotion zum Dr. theol. an der Universität Tübingen über das Verhältnis von Gottesdienst und Theologie. Seit 2004 ist Jochen Arnold Direktor des Michaelisklosters Hildesheim. 2007 wurde er in den Pfarrdienst der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers übernommen. 2008 folgte die Habilitation und die Tätigkeit als Privatdozent für Systematische und Praktische Theologie (venia legendi seit 2011) an der Universität Leipzig. Zudem ist er seit 2013 Liturgiebeauftragter der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Jochen Arnold ist Herausgeber der 30 Bände umfassenden Buchreihe „gemeinsam gottesdienst gestalten“. Der 51-jährige ist verheiratet, hat vier Kinder, zwei Stiefkinder und einen afghanischen Pflegesohn.
 
Heidrun Dörken wurde 1962 in Hamburg geboren. Sie studierte Evangelische Theologie in Frankfurt, Heidelberg und Marburg. Nach dem Vikariat in Birkenau/Odenwald, dem zweiten theologischen Staatsexamen und der Ordination zur Pfarrerin absolvierte sie 1990 ein Spezialvikariat beim Sender Freies Berlin (SFB), beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) und beim Gemeinschaftswerk Evangelischer Publizistik (GEP). 1992 trat sie ihre erste Stelle als Gemeindepfarrerin der St. Jakobsgemeinde in Frankfurt a.M. an. Daneben machte sie von 1992 bis 1993 eine berufsbegleitende Ausbildung zur Kommunikationswirtin für kirchliche Öffentlichkeitsarbeit (GEP). 1996 trat sie die nächste Stelle als Pfarrerin für Rundfunkarbeit an, vor allem für den Südwestfunk (SWF.) 1999 wurde sie Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau (EKHN) für den Hessischen Rundfunk (hr), ab 2013 dann Senderbeauftragte der Evangelischen Kirchen in Hessen – EKHN, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und Vereinigung Evangelischer Freikirchen – beim hr. Sie ist seit 1990 Autorin von Radiobeiträgen für hr, SWR, Saarländischen Rundfunk (SR), Deutschlandradio und war von 1992 bis 1995 Sprecherin des „Wortes zum Sonntag“. Zudem nimmt sie seit 2008 einen Lehrauftrag für Praktische Theologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz wahr. Die 56-jährige ist verheiratet; zur Familie gehören zwei Kinder aus erster Ehe des Ehemanns sowie ein gemeinsames Kind.
 
 
Dr. Christian Stäblein wurde 1967 in Bad Pyrmont geboren und wuchs in Hannover auf. Er studierte Evangelische Theologie sowie im Nebenfach Judaistik und Philosophie in Göttingen, Berlin und Jerusalem. Am Lehrstuhl für Praktische Theologie an der Universität Göttingen arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent und wurde 2002 mit einer Arbeit über „Das jüdische Gegenüber in der evangelischen Predigtlehre nach 1945“ promoviert. Nach dem Vikariat in Grasdorf und der Ordination war er Gemeindepfarrer, zunächst in Lengede, später in der St. Martin-Kirche in Nienburg/Weser, ab 2008 dann Konventual-Studiendirektor des Predigerseminars der Hannoverschen Landeskirche im Kloster Loccum. Seit August 2015 ist er Propst des Konsistoriums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). In dieser Funktion obliegt ihm die theologische Leitung im Konsistorium, er ist zuständig für theologische Grundsatzfragen und leitet die Abteilung 2 „Theologie und Kirchliches Leben“. Als Propst wirkt er in einer Vielzahl von Gremien in der EKBO mit und nimmt eine rege Predigt- und Vortragstätigkeit in Gemeinden und Konventen wahr. Der 51-jährige ist Mitherausgeber der Predigtstudien. Christian Stäblein ist verheiratet und hat vier Kinder.
 
Die Kandidaten werden sich vor der Wahl jeweils mit Predigt und Vortrag in der St. Marienkirche in Berlin-Mitte Anfang 2019 vorstellen: Dr. Christian Stäblein am 27. Januar, Heidrun Dörken am 10. Februar, Prof. Dr. Jochen Arnold am 24. Februar. Beginn ist jeweils um 15 Uhr. Die Landessynode wählt die Nachfolge von Bischof Dr. Markus Dröge auf ihrer Frühjahrssynode, die vom 5. bis 6. April 2019 in Berlin stattfindet. Der Amtswechsel ist am 16. November 2019 geplant. 
 
Der Bischof oder die Bischöfin vertritt die Landeskirche in der Ökumene und in der Öffentlichkeit. Zu seinen oder ihren Aufgaben zählt, Theologinnen und Theologen zu ordinieren und landeskirchliche Einrichtungen und Werke zu visitieren. Er oder sie hat zugleich den Vorsitz der Kirchenleitung inne.
 

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