Martin Liedtke wird neuer Pfarrer in Lübben

Veröffentlicht am Di., 18. Dez. 2018 13:14 Uhr
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Martin Liedtke wird neuer Pfarrer in Lübben. Der 35-Jährige wird am 1. Januar seinen Entsendungsdienst, eine Art zweijährige Probezeit, in der Spreewaldstadt Lübben antreten. Seit sein Vorgänger Olaf Beier im Sommer 2017 plötzlich verstorben war, leitet Pfarrerin Dörte Wernick aus Zaue als Vakanzverwalterin die Geschicke der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde. 

„Ich freue mich auf meine erste Pfarrstelle hier in Lübben. Ich komme mit Vorfreude, aber auch mit einer großen Portion Respekt“, sagt Martin Liedtke. Der neue Pfarrer war in diesen Tagen auf Stippvisite in Lübben. Er hat einen ersten Eindruck gewinnen können.   
Martin Liedtke stammt aus Oranienburg. Er wuchs in einem evangelischen Elternhaus auf. Nach Abitur und Zivildienst begann er ein Theologiestudium an der Berliner Humboldt-Universität. Vom Hörsaal aus ging es zum Geldverdienen regelmäßig hinter die Ladentheke bei einem großen Handelskonzern, bis er dort bis zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrates aufstieg. Die Freude an der Theologie führte ihn an die Uni zurück. Im vergangenen Jahr beendete er schließlich sein Studium mit dem Vikariat, dem praktischen Teil der Ausbildung, in der Kirchengemeinde Berlin-Treptow. Hier hat Martin Liedtke die Praxis erprobt. Mit seiner kommunikativen und zugewandten Art punktete er nicht nur als Betriebsrat. Auch im Pfarrdienst ist ihm der Zugang zu den Menschen wichtig. „Ich habe Freude am Kontakt mit Menschen aller Couleur und ich bin gespannt auf die Lübbener Gemeinde“, sagt er. In Berlin hat der junge Pfarrer unter anderem bei Laib & Seele, einer Lebensmittelausgabestelle für Bedürftige mitgewirkt. Gezielt hat er nach Möglichkeiten gesucht, mit denen Kirche nach außen in die Gesellschaft wirken kann. „Die Arbeit in der Berliner Gemeinde hatte eine starke sozialdiakonische Ausrichtung. Nun will ich schauen, wie man hier in Lübben Kirche lebt und welche Aufgaben es gibt“, sagt er. Radikale Umbrüche sind jedenfalls nicht geplant. Er will sehen, welche Gruppen es gibt, wo die Gaben der Menschen sind und wie man diese zusammenführen kann. Er freut sich darauf, gemeinsam mit der Gemeinde das geplante Gemeindehaus in der Kirchstraße wachsen zu lassen und mit Leben zu füllen. Vor allem sind ihm die Kontakte zur Zivilgesellschaft wichtig. Kirche sei kein Museum, sagt er. Martin Liedtke hat Nägel mit Köpfen gemacht und sich noch vor seinem offiziellen Dienstbeginn bei der Lübbener Feuerwehr vorgestellt. Dort will der neue Pfarrer, der bereits in seinem Heimatort Oranienburg aktiver Feuerwehrmann war, im Januar Mitglied werden. "Es ist gut, wenn man nicht nur Pfarrer ist“, sagt er. In seiner Freizeit geht er gern zum Fußball, aktiv auf den Platz, aber auch als Zuschauer ins Stadion. Er liest, spielt Tischtennis, Kicker, Skat und seltener auch mal eine Tonleiter auf der Geige, wie er bereits der Gemeinde in seinem Vorstellungsschreiben verraten hat. Außerdem liebt er das Singen. 
Beim Gemeindekirchenrat freut man sich auf den „Neuen“. „Wir haben einen positiven Eindruck und Herrn Liedtke als sehr offen und bodenständig wahrgenommen. Es ist gut, dass ihn der Neubau des Gemeindehauses nicht abschreckt“, sagt der Vorsitzende Jörg Dunger. Sobald die Pfarrwohnung im Richard-Raabe-Haus über dem Sitz der Superintendentur fertig saniert ist, wird Martin Liedtke die Umzugskisten packen. „Die Bauarbeiten liegen in den letzten Zügen. Im Januar wird alles fertig sein,“ versichert Superintendent Thomas Köhler vom Kirchenkreis Niederlausitz. 

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