​Weltgebetstag - von Frauen in Slowenien

Veröffentlicht am So., 3. Mär. 2019 06:57 Uhr
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Am 1. März wurde in Klingmühl der Weltgebetstag gefeiert. Etwa 80 Gäste fanden sich im örtlichen Gasthaus ein, dessen Saal in den slowenischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot geschmückt war. 

„Kommt, alles ist bereit!“ war das Motto des diesjährigen Weltgebetstages, der weltweit in etwa 170 Ländern Anfang März von evangelischen und katholischen Christinnen und Christen gefeiert wird, diesmal mit Slowenien als Schwerpunktland. Ein Team unter Leitung von Heike Wolf aus Betten gestaltete die Feier mit Lichtbildern, Texten, landestypischer Musik und einer Diashow. Die Schicksale von Frauen in Slowenien standen im Mittelpunkt. Viele Sloweninnen haben erlebt, was es heißt Flüchtling zu sein. Migrantinnen, Gastarbeiterinnen und auch eine Roma kommen zu Wort. Für den musikalischen Part der Feier hatten Pfarrer Michael Wolf mit den Kindern Henriette, Eduard und Max sowie Nachbarin Sara zu ihren Instrumenten gegriffen. Mit Piano, Violine, Cajon, Percussion, Klarinette und Blockflöte begleiteten sie die eingängigen slowenischen Lieder. Unter den Gästen sind auch Paulina und Clemens aus Lichterfeld mit Annalena aus Lieskau. Die drei Achtklässler werden in diesem Jahr ihre Konfirmation feiern. „Wir finden die große Gemeinschaft beim Weltgebetstag gut. Man lernt etwas über die Kultur der verschiedenen Länder und hört die Geschichten von Menschen. Vor allem freuen wir uns auf das leckere Essen“, sagen sie. Später gehen sie durch die Reihen und sammeln Spenden für ein Hilfsprojekt, das weltweit Frauen unterstützt, die in Not geraten sind. Viele Köchinnen aus Lieskau, Lichterfeld, Betten, Sallgast und Dollenchen hatten in der eigenen Küche zum Gelingen des Abends beigetragen. Für das gemeinsame Essen sind landestypische Gerichte wie Slowenische Bohnensuppe, Schopskasalat, Spinatmoussaka und diverse Süßspeisen auf das große Buffet gelangt. Monika Goldberg aus Lieskau hatte ihre Feriengäste, Enkelinnen Lea und Pia, aus Leipzig mitgebracht. „Mir gefällt die Atmosphäre sehr gut. Es gibt in jedem Jahr interessante Einblicke in eine fremde Kultur und ich freue mich, dass meine Enkelkinder heute das miterleben können“, sagt sie. Am Nachbartisch sitzen Gäste aus Erfurt. „Wir sind beeindruckt, wie aufwendig und mit so vielen Menschen hier der Weltgebetstag gefeiert wird. Das kennen wir so nicht“, sagen sie. Auch in anderen Kirchengemeinden in der Region fanden am Wochenende Feiern zum Weltgebetstag statt.  


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