Lübben für Vielfalt und Weltoffenheit

Veröffentlicht am Mi., 28. Aug. 2019 09:00 Uhr
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"Wir lassen uns die Wende nicht entwenden", sagt Martin Liedtke. Der Pfarrer der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Lübben und das Netzwerk "Miteinander für Lübben" hatten aus Anlass einer AfD-Kundgebung am 27. August in Lübben zu einer friedlichen Zusammenkunft vor der Paul-Gerhardt-Kirche eingeladen. Darüber, dass die AfD ihren Wahlkampf mit gestohlenen Wendeslogans bestreitet, sind er und viele ehemalige Bürgerrechtler entsetzt. "Ich finde es problematisch, dass westdeutsche Männder das Erbe und die Lebensleistung der Ostdeutschen für sich reklamieren". Dem Aufruf, am Rand der AfD-Kundgebung friedlich zusammenzukommen und ein Band der Vielfalt zu knüpfen, sind etwa 200 Menschen gefolgt. Viele stimmten in die "Ode an die Freude" und andere Friedenslieder ein. Das Netzwerk "Miteinander für Lübben", ein Zusammenschluss von Diakonie, der Kirchengemeinde, Caritas, Forum gegen Fremdenfeindlichkeit sowie Vertreter des ASB-Übergangswohnheims, hatte alle eingeladen, die für Vielfalt und eine weltoffene Gesellschaft einstehen. Ein aus Tüchern und Stoffresten geknüpftes Band reichte am Ende vom Kirchturm hinab zum Paul-Gerhardt-Denkmal. Beendet wurde die Kundgebung mit einer Friedensandacht in der Kirche. Unter die Teilnehmer mischten sich auch sangesfreudige Radler von der Kirchengemeinde Letmathe in Iserlohn. Lübben war eine Station auf ihrem Weg zum Weltkriegsgedenken im polnischen Jawor. Mit dabei waren auch zahlreiche Mandats- und Funktionsträger, darunter Landrat Stefan Loge (LDS), Superintendent Thomas Köhler vom Kirchenkreis Niederlausitz, Bürgermeister Lars Kolan (Lübben), Carsten Saß (Landkreis DS), Pfarrer Udo Jäkel von der katholischen Kirchengemeinde Lübben, Pfarrerin Ulrike Garve aus Lübbenau, Landtagskandidatinnen und -kandidaten Sylvia Lehmann (SPD), Sascha Phillip (SPD) und Monika von der Lippe (DIE LINKE). 

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